Der Bio-Rasendünger von „Koryphé“ weist eine ziemlich grobkörnige Struktur auf und erinnert fast an Streu-Splitt, wie man ihn im Winter öfter auf Gehsteigen vorfindet.Ich habe mit dem Düngen so lange gewartet, bis sich die Wetterlage so eingestellt hat, dass es im Anschluss ergiebig geregnet hat. Dabei haben sich die Körner weitestgehend aufgelöst, so dass nur noch von den größeren Exemplaren Spuren sichtbar waren.Nach ca. 1-wöchigem Warten konnte ich eine gute Wirkung feststellen, wobei diese vergleichbar war mit einem handelsüblichen Rasendünger, mit dem ich zeitgleich eine angrenzende Fläche behandelt hatte. Dies sind freilich die kurzfristigen Effekte, ohne dass man schon Schlüsse auf die Langzeitwirkung ziehen könnte.Ob das Produkt tatsächlich „Bio“ ist, weiß ich nicht. Zumindest ist auffällig, dass der Dünger auf der Amazon-Produktseite als „Bio“ ausgelobt wird, während auf dem mir gelieferten Beutel das entsprechende Logo – im Gegensatz zu dem auf der Amazon-Produktseite gezeigten Bild – nicht angebracht ist.Hinsichtlich der Preisgestaltung (aktuell: ca. 19 € für 1,5 kg) würde ich mir wünschen, dass das Produkt auch in größeren Verpackungseinheiten mit einem spürbaren Preisvorteil angeboten würde, denn so läppern sich schon stattliche Kosten von ca. 75 € zusammen, wenn man etwa eine Fläche von 300 qm Rasen einmal düngen möchte. Folgt man der Empfehlung und düngt dreimal im Jahr, wobei für die mittlere Düngung auch noch eine höhere Dosierung vorgeschlagen wird, dann würden daraus Kosten von etwa 230 € pro Jahr resultieren. Ehrlich gesagt, das wäre mir definitiv zu viel Geld für die Rasenpflege, denn blickt man auf die Konkurrenz, so kann man organisch-mineralischen Dünger (zu dieser Kategorie zählt auch der Rasendünger von „Koryphé“) in größeren Gebinden zu deutlich günstigeren Preisen bekommen.So komme ich letztlich hier auf eine neutrale Bewertung und muss vor allem bemängeln, dass das Produkt aktuell offenbar nur in der Preis-technisch unvorteilhaften 1,5 kg Packung angeboten wird, so dass es ordentlich ins Geld laufen würde, wenn man größere Flächen zu düngen hätte.